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Podiumsdiskussion
19.09.2009 | die Halle
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Benutz deine Stimme!

Podiumsdiskussion in "Der Halle"

Wahlkampf ist meist Werben um die Stimmen der Erwachsenen. Junge Menschen,
gar noch unter 18, sind selten im Fokus der Diskussionen. Nicht so bei der
Podiumsdiskussion „Benutz deine Stimme“ in der Kulturinitiative „Die Halle
“ in Reichenbach. Ausschließlich Themen aus dem Alltag der Jugendlichen
rückten in das Zentrum. Eine spannende Abwechslung.

So sahen es auch die
Kandidatinnen und Kandidaten der Bundestagsfraktionen aus dem Wahlkreis
Esslingen. Markus Grübel (CDU), Karin Roth (SPD) und Andrea Lindlohr (Die
Grünen) sowie Mihael Duran (FDP) in Vertretung für die hochschwangere Rena
Farquahr und Bernd Luplow (Die Linke) als Ersatz für den verhinderten Rainer
Hauenschild freuten sich über fast 90 junge und jung gebliebene Besucher.


Diese bewiesen bereits im Vorfeld, dass die Politikverdrossenheit der Jugend
nun wirklich zu den Klischee-Akten abgelegt werden kann. In einer in der
Halle aufgestellten Box sammelten sich seit Wochen Fragen, für die die
beiden Moderatoren Annegret Jacobs und Malte Klein, Volontäre bei der
Esslinger Zeitung, Antworten einforderten. Zentrale Themen der ersten
Fragerunde waren die Umweltpolitik, der Atomausstieg, die geplanten
Netzsperren sowie Fragen zur wirtschaftlichen Zukunft.

Wie erwartet bewegte
das Thema Bildung besonders stark die Gemüter der Jugendlichen. So lautete
eine Frage: „Warum gingen die Milliardenhilfen für Banken so schnell,
während wir Schüler unter Lehrermangel leiden und Studiengebühren zahlen
werden müssen?“ Auch das Thema Wehrpflicht war für die jungen Zuhörer von
Bedeutung. Hier prallten die Meinungen aufeinander. Während Bernd Luplow für
eine Abschaffung plädierte, sprach sich Markus Grübel für die Wehrpflicht
aus. Die folgende Generation solle den Krieg nicht nur aus Filmen kennen,
sondern sich aktiv mit dem Thema auseinander setzen. Mihael Duran betonte
das Potenzial einer Berufsarmee worauf hin Andrea Lindlohr ihre Forderung
nach einer Stärkung der Freiwilligendienste unterstrich.

Leider konnte Karin
Roth an der Fragerunde im Anschluss an die Diskussion nicht teilnehmen, da
sie einen wichtigen Termin in Stuttgart wahrnehmen musste. Frank-Walter
Steinmeier persönlich hatte geladen. Sie hatte es sich aber nicht nehmen
lassen, zuerst in der Halle Rede und Antwort zu stehen. Somit hatten die
Zuhörer in Reichenbach Priorität sogar vor dem Kanzlerkandidaten.

Es war
eine spannende Diskussion, die sicherlich den einen oder anderen
Unentschlossenen bei der Entscheidung am kommenden Sonntag unterstützt hat.
Wer letztlich die Nase vorn hat, kann am Wahlsonntag ab 17 Uhr in der Halle
auf Großbildleinwand beobachtet werden. Dort darf man munter weiter
diskutieren!

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